Einige Gründe für die Entstehung des VIT-Studienganges

Für die Einrichtung des Studienganges Verwaltungsinformatik an der Hochschule des Bundes als eigenständiger Studiengang haben viele Gründe gesprochen. So ist es Ziel, die Studierenden des gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienstes so früh wie möglich mit ihrem Arbeitsumfeld Bundesverwaltung vertraut zu machen. Sie sollen an ihren Arbeitsplatz herangeführt, mit ihrer Aufgabenstruktur, mit der Organisation des frühzeitig bekannt gemacht werden.

Welche Effekte, welche Ziele werden damit verfolgt? Gerade im IT Sektor ist der Kampf um die besten Köpfe, die besten kreativen Mitarbeiter heftig entbrannt. Auch die Bundesverwaltung muss sich bemühen, geeignetes Personal für die Aufgaben in ihren Arbeitsbereichen in ausreichender Zahl und Qualifikation zu bekommen und dauerhaft für die Arbeit in der Verwaltun zu begeistern. Eine frühe Auseinandersetzung mit den späteren Tätigkeiten, eine frühe Identifikation mit der später anzunehmenden Rolle in der Bundesverwaltung vermag eine Bindung der Studierenden bereits während des Studiums zu erzielen. Damit wird die Hoffnung verknüpft, die bestehende hohe Fluktuation von Fachkräften gerade im IT Bereich künftig zumindest einzudämmen.

Darüber hinaus hat die Bundesverwaltung zahlreiche besondere Strukturen und Aufgaben. Diese werden in den Studienplänen abgebildet, so das am Ende der Ausbildung die Studierenden nicht nur in der Lage sind, IT-Fragestellungen zu beantworten und Lösungen zu erarbeiten. Vielmehr sollen sie darüber hinaus dabei auch die besonderen Strukturen, Aufgaben und Herausforderungen in dem späteren Wirkfeld berücksichtigen und so eine unmittelbare Verknüpfung von IT und Verwaltung herstellen können.

Außerdem wird durch die enge Zusammenarbeit der Einstellungsbehörden mit den Dozenten an der Hochschule des Bundes sichergestellt, dass die Inhalte den späteren Anforderungen der Studierenden so gut wie möglich entsprechen. Allerdings gilt es an dieser Stelle zu betonen, dass das Studium an der HS Bund mehr vermitteln soll, als die bloße Kenntnis dessen, was in der Bundesverwaltung im IT Bereich bereits geschieht. Die Studierenden sollen auf der Basis methodologisch fundierter Überlegungen, auf der Basis wissenschaftlichen Vorgehens in der Lage sein, in ihrer späteren Arbeitsumgebung die bestehenden IT Strukturen kritisch zu bewerten und sie gegebenenfalls zu optimieren, weiterzuentwickeln bzw. für eine fundierte Ablösung bestehender Altverfahren zu sorgen.

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